TSVUD gewinnt Showdown - Junioren B sind CH-Meister!
Die Deitinger Junioren B sind ganz oben auf dem Unihockey-Olymp angekommen: Am vergangenen Samstag haben sie auch noch den Showdown gegen die beiden anderen Regionalmeister STV Mellingen und Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti gewonnen! Mit diesem Triumph hat der TSVUD nun alles geschlagen, was es zu schlagen gibt. Als Belohnung wartete der Meisterpokal für das beste Junioren B-Team der Schweiz. Der Weg zum totalen Erfolg war aber steinig und steil.
Deitingen schlägt Mellingen klar
Im ersten Spiel traf der TSV Unihockey Deitingen als Regionalmeister West auf den STV Mellingen (Regionalmeister Zentral). Beide Teams starteten nervös in die Partie und wollten sich zuerst einmal gegenseitig beschnuppern. Die Solothurner bauten aber zunehmend Druck auf das gegnerische Tor auf und erspielten sich die ersten Chancen. Die dritte Chance wurde dann auch in ein Tor umgemünzt: M. Flury traf in der 5. Minute für die Deitinger. Der TSVUD blieb am Drücker und erhöhte zwei Minuten später durch eine herrliche Einzelaktion von Schütz auf 2:0. Der STV Mellingen liess sich davon aber nicht beirren und kam durch ihren Captain immer wieder gefährlich vor das Deitinger Tor. Ein Weitschuss des Aargauer Captains fand dann in der 9. Minute den Weg ins Tor - 2:1. In der Folge flachte die Partie etwas ab, die Teams konnten die Angriffe jeweils in der neutralen Zone immer wieder abwehren. Nennenswertes gab es dann erst wieder in der 15. Minute: Gugler konnte ein Deitinger Angriff zum 3:1 abschliessen.
Nach der Pause starteten die Chäswiler zuerst besser ins Spiel: Innert wenigen Sekunden hatten sie zwei hochkarätige Chancen. Eine weitere liess dann Indermaur in der 22. Minute nicht aus - 4:1. Die Aargauer mussten nun eine Reaktion zeigen, falls sie die Partie noch offen gestalten wollten. In den Folgeminuten fand Mellingen wieder den Tritt ins Spiel und erspielten sich ihrerseits gute Abschlussmöglichkeiten, welche in der 26. und 31. Minute zum Torerfolg führten. Nun stand es plötzlich 4:3. Die Antwort der Solothurner folgte aber bereits 40 Sekunden später: Barrer schloss ein herrliches Zuspiel von Gugler zum 5:3 ab. Die Aargauer drückten im Anschluss erneut auf den Anschlusstreffer. Als dann aber M. Flury fünf Minuten vor Schluss zum 6:3 traf, war der Widerstand gebrochen. Die Schlussphase gehörte vollends den Deitingern. Drei weitere Tore durch M. Flury, Gugler und Stüdi führten zum schliesslich klaren 9:3-Sieg für den TSV Unihockey Deitingen.
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TSV Unihockey Deitingen - STV Mellingen 9:3 (3:1)
Zweienhalle Deitingen - 100 Zuschauer. Tore: 5. M. Flury (Indermaur) 1:0, 7. Schütz 2:0, 9. Mellingen 2:1, 15. Gugler (Barrer) 3:1, 22. Indermaur (M. Flury) 4:1, 26. Mellingen 4:2, 31. Mellingen 4:3, 30. 5:3 Barrer (Gugler), 35. M. Flury 6:3, 57. M. Flury (Schütz) 7:3, 58. Gugler (Stüdi) 8:3, 59. Stüdi (Barrer) 9:3.
Strafen je 2 x 2 Minuten.
Auch Floorball Riders bezwingen Mellingen
Im zweiten Spiel stand Mellingen gegen die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti bereits mit dem Rücken zur Wand. Es musste ein Sieg her, wollte man sich die Chance auf den Pokal noch wahren. Der Start gelang gut, die Aargauer gingen rasch in Führung. Das Spiel zeigte in der Folge aber ebenso rasch auf, dass die Zürcher ihren Tritt zurest noch finden mussten. Der Ausgleich folgte zwei Minuten später und fortan spielten nur noch die Riders. Mellingen schien müde und musste dem Gegner den Spielgeschehen überlassen. Bis zur Pause konnten die Zürcher ihre Platzüberlegenheit auch in fünf Tore umwandeln - 1:6. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhten die Floorball Riders noch auf 7:1 und schalteten danach zwei Gänge zurück. Somit hatten die Aargauer auch wieder mehr vom Spiel und kamen zu Chancen. Das zweite Tor von Mellingen, wurde aber prompt mit einem weiteren durch die Zürcher quittiert. Für die Riders schien die Kuh gemolken und man konzentrierte sich primär auf das Verwalten des Vorsprungs. Mellingen sah das aber anders und brachte mit einem letzten Aufbäumen nochmals Spannung ins Spiel: Drei rasche Tore brachten sie nochmals auf 5:8 heran und es waren durchaus noch Chancen zu weiteren Toren da. Doch die Zürcher machten in Schlussphase mit ihrem neunten Treffer den Sack definitiv zu.
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STV Mellingen - Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti 5:9 (1:6)
Zweienhalle Deitingen - 50 Zuschauer. Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2, 1:3, 1:4, 1:5, 1:6, 1:7, 2:7 2:8, 3:8, 4:8, 5:8, 5:9.
Herzschlagfinale geht an Deitingen
Nach den beiden ersten Spielen war klar: Der Sieger der dritten Partie "Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti - TSV Unihockey Deitingen" ist summa summarum auch Schweizer Meister der Junioren B. Gleich von Beginn weg wurde von beiden Teams stark auf das Tempo gedrückt und bereits nach 52 Sekunden konnten die Riders eine Überzahlsituation ausnutzen und die weisse Kugel im Deitinger Tor unterbringen - 1:0. Deitingen suchte im Anschluss den raschen Ausgleich, doch die Riders standen hinten solide. In der 5. Minute waren es dann erneut die Zürcher, welche mit einem Drehschuss zum Torerfolg kamen - 2:0. Die Solothurner hatten darauf rasch eine Antwort und konnten eine Minute später durch Stüdi verkürzen. Als dann M. Flury in der 9. Minute gar ausgleichen konnte, war die Partie definitiv lanciert. Beide Teams drückten erneut horrend aufs Tempo und die rund 200 Zuschauer sahen Chancen auf beiden Seiten. Wegen einer Strafe Barrers konnten die Zürcher in der 13. Minute in Überzahl agieren. Diese wurde ausgenutzt und so gingen die Riders wiederum in Führung - 3:2. Barrer machte seine Strafe aber rund 30 Sekunden später wieder wett, indem er ein Zuspiel von Gugler verwertete. Der offene Schlagabtausch ging weiter: Bereits der nächste Angriff der Zürcher konnte erfolgreich zum 4:3 abgeschlossen werden. Kurz vor der Pause wurde es dann nochmals richtig hektisch: Powerplay für Deitingen, Stüdi spielte zu Barrer und dieser beförderte den Ball direkt ins linke hohe Eck - 4:4. Doch auch dieser Ausgleich hielt nicht lange: 70 Sekunden vor der Pause gingen die Riders erneut in Führung.
Die Partie blieb auch nach dem Pausentee unglaublich spannend. Beide Teams spielten sehr intensiv und liessen den Ball schön laufen. In der 25. Minute konnte Stüdi eine Hereingabe von Gugler etwas kurios im Tor unterbringen - 5:5. Wenn man den bisherigen Spielverlauf betrachtete, hätten die Riders nun wieder vorlegen müssen... und das taten sie auch zwei Minuten später. Der Vorsprung hielt wiederum nicht lange: Indermaur lenkte einen spitzen Pass von Schütz vor den Tor unhaltbar ab - 6:6. Das Kräftemessen ging weiter: Nun waren wieder die Zürcher an der Reihe und drehten vor dem Deitinger Tor ihre Runden. Knapp zwei Minuten später fruchteten auch ihre Bemühungen - 7:6. Zu diesem Zeitpunkt waren noch gut 10 Minuten zu spielen und die Partie längst noch nicht entschieden. Deitingen suchte erneut den Ausgleich und setzte die Floorball Riders ziemlich unter Druck. In der 32. Minute war dieser dann fällig: Barrer hämmerte ein Zuspiel von Schütz von der Mittellinie unter die Latte - 7:7. Als dann Stüdi zehn Sekunden später die Deitinger erstmals in Führung schoss, glich die Zweienhalle einem Tollhaus. Der TSVUD wollte daraus unbedingt Kapital schlagen und drückte weiter aufs Tempo. Erstmals in dieser Partie hatte man das Gefühl, als könnten da die Zürcher nicht mehr mithalten. In der Tat häuften sich die Deitinger Chancen und es roch nach einem weiteren Tor. Stüdi war dann in der 35. Minute für die Doppelführung zum 7:9 besorgt. Die Deitinger kontrollierten das Spiel zu diesem Zeitpunkt und als Gugler ein Angriff gar zum 7:10 abschloss, schien das Schicksal der Riders besiegelt. Es waren noch 2:20 Minuten zu spielen und die Halle kochte... Als dann ein Zürcher rund 90 Sekunden vor Schluss auf die Strafbank musste, lag der Deitinger Triumph zum Greifen nah. Der TSVUD wollte den Vorsprung verwalten, verlor jedoch etwas ungeschickt den Ball und prompt gab es beim Versuch diesen wiederzuerlangen, eine Strafe. Im zwei-gegen-zwei gelang den Zürichern durch einen Weitschuss 50 Sekunden vor Schluss das 8:10. Deitingen wollte nichts anbrennen lassen und spielte sicher aus der Defensive heraus. Als sie dann aber beim Aufbau den Ball verloren, konnte der Deitinger Torhüter Flury den Gegner nur noch mit einem Foul stoppen. Daraus resultierte ein Penalty sowie eine weitere Strafe. Der Penalty wurde verwertet und so stand es 35 Sekunden vor Schluss nur noch 10:9 für die Solothurner. Der TSVUD wollte den Sieg im zwei-gegen-zwei über die Zeit retten, doch Sekunden vor Abpfiff überschlugen sich die Ereignisse: Plötzlich war der Zürcher von der Strafbank auf das Feld zurückgekehrt und schob den Ball blitzschnell unter dem Deitinger Torhüter hindurch - 10:10! Die Matchuhr zeigte noch eine Sekunde! Aus den Zuschauerrängen hörte man lautstarke Proteste und auch im Spielsekretariat wurde diskutiert. Dramatik pur, doch was war geschehen? In der Tat unterlief dem Spielsekretariat ein gravierender Fehler bei der Zeitmessung. Der Treffer zählte, da der Fehler erst nach dem Tor bemerkt wurde. Es kam zum Penaltyschiessen!
Die Spannung war kaum auszuhalten. Deitingen hatte für das Shoot-Out den Torhüter gewechselt: Ramseier ersetzte Y. Flury. Als erste nahmen die Floorball Riders Anlauf, Ramseier hielt. Für den TSVUD startete Barrer und auch er konnte den Ball nicht im Tor unterbringen. Als nächstes war der Riders-Captain dran. Doch auch er zeigte Nerven und verschoss. Nun hatte Stüdi die Möglichkeit für Deitingen vorzulegen, doch auch er scheiterte am Zürcher Torhüter. Die Riders hatten ihren vorerst letzten Penalty und auch dieser wurde von Deitinger Keeper gehalten. Jetzt waren alle Augen auf Gugler gerichtet. Dieser liess sich bei der Ausführung sehr lange Zeit, wartete ab wie sich der Riders-Torhüter bewegte und schoss den Ball halbhoch rechts in die Maschen! Das Spiel war aus, Deitingen siegte in extremis mit 10:11 nach Penalties! Spieler und Zuschauer waren aus dem Häuschen!
Alfred Hitchcock hätte glatt das Drehbuch für dieses Herzschlagfinale schreiben können. Da war alles drin: Hochspannung, Intensität, Emotionen und zwei Teams, welche sich auf höchstem Niveau nichts schenkten. Dieser Triumph ist für die Deitinger natürlich das höchste der Gefühle. Mehr liegt nicht drin: Da schlug die Brechbühler/Zalac-Truppe zuerst ihre Gegner in der Gruppenphase; löschten danach die Gruppensieger aus und wurden Regionalmeister West; und nun war man auch noch gegen die beiden anderen Regionalmeister siegreich. Zurecht dürfen sich die Deitinger nun als bestes Team der Schweiz bezeichnen und sind – wenn man diesen Showdown hinzuzählt – auch Schweizer Meister!
Da bleibt einem die Spucke weg – Herzliche Gratulation!
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Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti - TSV Unihockey Deitingen 10:11 n. P. (6:5, 4:5, 0:1)
Zweienhalle Deitingen - 200 Zuschauer. Tore: 1. Riders 1:0, 5. Riders 2:0, 6. Stüdi (Gugler) 2:1, 9. M. Flury (Indermaur) 2:2, 12. Riders (Ausschluss Deitingen) 3:2, 13. Barrer (Gugler) 3:3, 14. Riders 4:3, 17. Barrer (Stüdi, Ausschluss Riders) 4:4, 18. Riders 5:4, 25. Stüdi (Gugler) 5:5, 27. Riders 6:5, 28. Indermaur (Schütz) 6:6, 30. Riders 7:6, 32. (32.30) Barrer (Schütz) 7:7, 32. (32.40) Stüdi (Gugler) 7:8, 35. Stüdi (Gugler) 7:9, 38. Gugler (Barrer) 7:10, 39. (39.10) 8:10, 39. (39.25) Riders (Penalty) 9:10, 39. (39.59) Riders 10:10. Penaltyschiessen: 1. Riders verschiessen, 2. Barrer verschiesst, 3. Riders verschiessen, 4. Stüdi verschiesst, 5. Riders verschiessen, 6. Gugler trifft 10:11 n. P. - Strafen: 3 x 2 Minuten Riders, 4 x 2 Minuten Deitingen.
Jan "Hüppi" Frei im Gespräch mit Meistertrainer Oliver Zalac und dem Schützen des Game-Winning Goals Reto Gugler
Bilder: Weitere folgen im Verlauf der Woche in der Gallery.